Wussten Sie schon?

Maison Martin Margiela Herrendüfte

Die Kreationen von Martin Margiela  sind in jeder Hinsicht besonders. Der gebürtige Belgier tat sich schon früh mit der Umsetzung seiner eigenwilligen Ideen hervor. Während seines Studiums an „Academie des Beaux – Arts“ in Antwerpen studierte er Textildesign und erwarb sich beste handwerkliche Kenntnisse. Nach seinem Abschluss ging es nach Paris und hier legte sich der junge Künstler mit ganzer Leidenschaft ins Zeug. Als Assistent von Jean- Paul Gaultier bestückten er und sein Team die großen Pariser Modenschauen. Martin Margiela nutze ungewöhnliche Stoffe zu ausgefallenen Konzepten. So wurden alte Kleidungsstücke zerteilt und recycelt. Ein Ärmel in Übergröße an eine viel kleinere Bluse genäht, oder eine Bluse aus Porzellanscherben wurden legendär und machten ihn berühmt. Ein weiteres  Unikat von Martin Margiela ist es, dass er die Models auf den Laufstegen zumeist mit verhülltem Gesicht laufen lässt. Sei es mit einer Strumpfmaske, dem eigenen Haar oder einer anderen verdeckenden Kreation. Im Mittelpunkt sollen die vorgestellten Kleidungsstücke sein und nicht etwa die Models, die sie tragen. Diese sollen auch nicht durch ihre Individualität einen bestimmten Typ vorgeben. Ende der 1980er Jahre gründete Martin Margiela in Kooperation mit Neuf SARL sein eigenes Label: Das „Maison Martin Margiela“.

Martin Margiela zog sich vor einigen Jahren aus seinem Unternehmen zurück, nachdem er Chefdesigner beim Pariser Modezar „Hermes“ geworden war. Er überließ die Führung zunächst einem Kollektiv. Die erwies sich jedoch auf Dauer nicht als günstig, braucht so viel Extravaganz doch auch einen eigenwilligen Kopf.  Ein Gesicht zur Marke war den neugierigen Kunden allerdings nicht nur auf den Laufstegen verwehrt. Martin Margiela galt schon immer als öffentlichkeitsscheu und beschränkte seine Auftritte auf seine beeindruckenden Werke. Die großartigen Designer, die sein Modelabel nach seinem Ausscheiden leiteten, schufen weiterhin avantgardistische Modelle, denen es jedoch an kompromissloser Gewagtheit ein wenig mangelte. Daher ist das Unternehmen stolz und glücklich einen dem Gründer nicht nachstehenden neuen Chef  zu haben. John Galliano lenkt seit 2014 das Unternehmen mit seinen maßgeblichen minimalistischen Linien auf künstlerischem Kurs. Der Unternehmensname wird unter „MMM“ geführt, vor einigen Jahren nahm die Leitung das mittlere „M“ für den Vornamen hinweg. So existiert das Modelabel heute als „Maison Margiela“, oder eben schlicht unter dem Kürzel „MM“. Seit 2012 besteht eine Zusammenarbeit mit der Modemarke „H&M“. Dies stellt eine Win- Win- Situation für beide Seiten dar. „MM“ wird einem breiteren Kundenniveau zugänglich und „H&M“ gewinnt im Image an Hochwertigkeit und Exklusivität. Das Sortiment wurde desweiteren erweitert. Nicht nur Düfte kamen zur Mode hinzu, sondern auch Schmuck und Brillen.

Maison Martin Margiela“ hatte sich in den Gründungsjahren auf Damenmode spezialisiert, eine Herrenlinie kam erst sehr viel später dazu. Ziemlich bald allerdings begann  Martin Margiela,   seine Kreationen mit den passenden Düften zu ergänzen. Hierzu nutze er das Know- How des etablierten Herstellers L'Oreal und kreierte die Serie „Untitled“, passend zu den puristischen Anklängen seines Stils.  

Mit Einführung der Herrenkollektion erschien ebenfalls eine passende Duftlinie. Allerdings kopierte das Unternehmen nicht „Untitled“, dazu war es als Damenduft bereits über einen zu langen Zeitraum etabliert.

Martin Marigela erschuf  die Kollektion „Replica“. Sie sollte das wahre Leben ungeschönt ausdrücken. Daher stehen auch die Düfte jeweils unter einem Motto und sind diesem ziemlich offensichtlich nachgebildet ohne großen Interpretationsspielraum. In dieser Serie sind sowohl Damendüfte und Herrendüfte sowie Unisexdüfte entstanden.  Die Flakons sind typisch für den Markenstil. Die Etiketten sind wie eine sachliche Beschreibung des Produkts aufgemacht. Das gibt der Serie ein Image, als handelte es sich um eine Essenz in einem Labor. Das Objekt ist das jeweilige Konzept, der Duft nur notwendiges Mittel zur Umsetzung.

 

Herrendüfte von „MM“

Als Herrendüfte sind zwei sehr beeindruckende Düfte entstanden, die lebendige Erinnerungen hervorrufen.

Replica Jazz Club“: Der Duft ist etwas für ganze Kerle. Untertitel des Dufwst ist nach Herstellerangabe wörtlich „Heady Drinks und Cigars“ -  „Berauschende Drinks und Zigarren“. Auch ein passender Ort ist angegeben: Brooklyn. Also an einen Jazz Club in diesem New Yorker Stadtteil soll erinnert werden. Tatsächlich ist der erste Eindruck Rum. Danach setzt sich eine süßliche Note durch, die zunächst an Coca- Cola erinnert. Warme süße Holznoten, gemischt mit klaren Tabakanklängen machen sich breit. „Replica Jazz Club“ ist als Eau de Toilette in der 100 ml- Glasflasche erhältlich. Das Parfum selbst ist – wen wundert es – goldbraun wie Rum.

Replica At the Barber“: Auch dieser erst 2014 erschienene Duft lebt von der Erinnerung. Das frische Gefühl einer umfassenden Bart- und Haarpflege vielleicht? Jeder wird seine eigenen Bilder und Geschichten vor Augen haben, sobald er mit dem Duft in Berührung kommt. „Replica At the Barber“ ist eine frische Komposition aus Zitrus und Lavendel. Der Duft ist als Eau de Toilette in der 100 ml-Glasflasche erhältlich. Das Parfum ist wasserklar, wie ein Gefühl, wie neugeboren nach einer guten Pflege.