Baby Botox – alles über den neuen Botox-Trend

Minimalinvasive Schönheitseingriffe wie Botox sind schon längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch die sanftere Alternative, das Baby Botox, wird vor allem bei einer jüngeren Zielgruppe immer beliebter. Hier lautet die Devise: Weniger ist mehr. Wer auf ein maskenhaftes Lächeln und eine eingefrorene Mimik verzichten möchte, legt sich hier unter die Nadel. Doch hält der Trend, was er verspricht? Und welche Risiken birgt die Behandlung?

05. Dezember 2023 • 3 Min. Lesezeit

Was ist Baby Botox?

Der Trend schwappte über den großen Teich zu uns: Baby Botox ist im Grunde die kleine Schwester des klassischen Botox. Bei beiden Varianten kommt Botulinumtoxin A zum Einsatz. Dieses Protein wird biotechnologisch aus Bakterien gewonnen. Direkt in den Muskel injiziert, entfaltet es seine lähmende Eigenschaft als Nervengift: Falten glätten sich, die Mimik kann aber starr wirken.

Baby Botox wirkt sanfter. Es werden wesentlich geringere Dosen an Botulinumtoxin verwendet, die der Beautydoc als Depot knapp unter die Hautoberfläche spritzt. Daher trägt der Trend auch den Beinamen Botox Light. Der Eingriff dauert zwischen 15 und 30 Minuten und soll bis zu vier Monate anhalten. Dabei bringt diese diskrete Variante einige Vorteile mit sich.

  • Baby Botox legt die Muskeln nicht komplett lahm, sondern schwächt sie nur.
  • Das Hautbild wirkt insgesamt geglättet, aber die Mimik bleibt erhalten.
  • Die Anwendung ist so sanft, dass du sie theoretisch in der Mittagspause erledigen kannst – du bist sofort wieder gesellschaftsfähig.

Achtung: Bitte lass dich vom harmlosen Namen Baby Botox nicht in die Irre führen. Trotz der allgemein guten Verträglichkeit und der geringeren Dosis können Allergien niemals ausgeschlossen werden. Daher gilt: Überlege dir auch eine Faltenprävention mit Baby Botox gut und lasse dich vorab vollumfänglich aufklären.

Wer darf Behandlungen mit Botox durchführen?

In Deutschland spricht das Gesetz eine klare Sprache, wer dich mit Botox behandeln darf. Da es sich bei Botox um einen verschreibungspflichtigen Wirkstoff handelt, dürfen nur Ärzte damit behandeln. Zahnärzte haben ein eingeschränktes Behandlungsspektrum: Sie dürfen die Unterspritzung nur im Mundbereich und im Kaumuskel vornehmen.

Allerdings solltest du auch bei Arztpraxen genau hinschauen: Achte darauf, einen Arzt zu konsultieren, der ausreichend Erfahrung in diesem Bereich hat. Mittlerweile gibt es sogar Praxen, die ausschließlich minimalinvasive Schönheitsbehandlungen anbieten. Hier kannst du sicher sein, dass die behandelnden Ärzte bereits viel Erfahrung gesammelt haben und ihr Handwerk verstehen.

Kosmetikstudios und Heilpraktiker:innen dürfen kein Botox spritzen.

Für wen Baby Botox geeignet ist

Für viele Menschen ist der Gang zum Beautydoc immer noch eine diskrete Angelegenheit. Deswegen boomen dezente Behandlungen wie Baby Botox. Denn sie offenbaren nicht sofort, dass du „etwas machen lassen hast“. Falls deine Stirn, Nasolabialfalte oder Augenwinkel erste feine Falten zieren, kann der ideale Zeitpunkt für Baby Botox gekommen sein. Denn trotz reichhaltiger Hautpflege lassen sich die Zeichen der Zeit nicht vollständig aufhalten. Die Behandlung verjüngt subtil, ohne dabei das berüchtigte maskenhafte Lächeln zu provozieren. Daher ist Baby Botox für dich ideal, wenn du:

  • tiefe Falten zeitgerecht vorbeugen möchtest.
  • noch nie eine Botox Therapie hattest und dich langsam herantasten möchtest.
  • dir ein diskretes Ergebnis mit einer lebendigen Mimik wünschst.

Im Vergleich zur herkömmlichen Behandlung wird Baby Botox als Prävention gesehen. Es kommt dann zum Einsatz, wenn sich erste feine Linien in der Haut abzeichnen. Daher reichen geringe Dosen des Nervengifts aus, um natürlich glatte Ergebnisse zu erzielen. Doch dieses Beautywunder stößt schnell an seine Grenzen. Ein erfahrener Arzt weiß am besten, welche Variante für dich am sinnvollsten ist.

Ab wann macht Baby Botox Sinn?

Nur die wenigsten Menschen wissen: Bereits ab dem 25. Lebensjahr beginnt die Haut zu altern. Zwar sind die Auswirkungen noch nicht unmittelbar zu erkennen. Aber unter der noch jungen Oberfläche verlangsamt sich bereits der Stoffwechsel. Baby Botox als präventive Maßnahme macht daher bereits in jungen Jahren Sinn. Selbstverständlich nur in Kombination mit einer täglichen Hautpflege, ausreichend Feuchtigkeit und Sonnenschutz.

Unter der Nadel: So läuft eine Behandlung mit Baby Botox ab

Zuerst findet ein Beratungs- und Diagnosegespräch statt. Der Arzt unterzieht dein Hautbild einer genauen Analyse hinsichtlich deines Alters und der Faltentiefe. Danach richtet sich die endgültige Dosis des Wirkstoffs. Außerdem stellst du hier alle Fragen, die dir auf der Seele brennen. Danach werden die betroffenen Hautareale desinfiziert und die Einstichstellen markiert. Das Baby Botox wird mit hauchdünnen Nadeln injiziert, direkt an der Verbindungsstelle zwischen Muskel und Nerv. Dort hemmt es die chemische Übertragung bestimmter Substanzen, was eine leichte Lähmung hervorruft. Dadurch wird der Muskel in seiner Kontraktion geschwächt, aber nicht vollständig ausgeschaltet. Der gewünschte glättende Effekt tritt ein. Nach der Behandlung solltest du die Hautareale möglichst in Ruhe lassen. Etwa vier Stunden danach kannst du leichtes Make-up auflegen. Am besten wäre es allerdings, die ersten 24 Stunden darauf zu verzichten.

Tipp

Du bist zwar sofort nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig, solltest auf ein paar Dinge aber verzichten: Vermeide die Sauna, das Solarium und verwende eine Woche vorher und nachher keine blutverdünnenden Medikamente wie Aspirin. Diese steigern nämlich das Risiko von Blutergüssen.

FAQ

Wie viel kostet eine Baby Botox Behandlung?

Eine Sitzung inklusive Vorgespräch beginnt bei rund 250 Euro. Regionale Unterschiede lassen den Betrag naturgemäß etwas schwanken. Bitte beachte: Lasse niemals die Baby Botox Kosten das einzige Auswahlkriterium sein. Wer besonders billig anbietet, spart oft an der falschen Stelle.

Wer darf sich nicht mit Baby Botox behandeln lassen?

Grundsätzlich gelten dieselben Ausschlusskriterien für Baby Botox wie bei der klassischen Behandlung. Schwangere und Stillende sollten davon Abstand nehmen, da Auswirkungen auf den Nachwuchs nicht ausgeschlossen werden können. Auch neurologische Erkrankungen können ein K. O.-Kriterium sein. Ebenso solltest du dich generell fit und gesund fühlen. Bei akuten Infektionen darf keine Baby Botox Behandlung durchgeführt werden. Im Zweifel kontaktiere immer einen Arzt, bevor du dich unter die Nadel legst.

Welche Nebenwirkungen können bei Baby Botox auftreten?

Aufgrund der geringen Dosierung sind mögliche Risiken minimal. Allerdings können immer wieder Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle auftreten. Auch Blutergüsse oder Infektionen sind seltene Nebenwirkungen einer Baby Botox Behandlung. Deswegen ist es obligat, die Anti-Aging-Therapie nur in qualifizierten Praxen und von geschultem Personal durchführen zu lassen. Denn sollte ein Problem auftreten, bist du hier sicher in guten Händen.

Ab wann solltest du mit der ersten Baby Botox Prävention beginnen?

Das hängt in erster Linie von deinem Hautbild ab. Hast du immer Sonnenschutz verwendet und deine Haut ausreichend mit Nähr- und Wirkstoffen versorgt? Dann genügt es, ab dem 30. Lebensjahr über eine Behandlung mit Baby Botox nachzudenken. In dieser Zeit bilden sich üblicherweise erste zarte Falten, die mit einer niedrigen Dosis optimal geglättet werden können.

Fazit

Baby Botox gehört zu den diskretesten Eingriffen in der ästhetischen Medizin. Die Dosis ist gering und das Ergebnis natürlich, ohne störende Einschränkungen der Mimik. Allerdings ist der Eingriff nicht für jeden Menschen geeignet. Der Name Baby Botox vermittelt zwar eine gewisse Harmlosigkeit, die Behandlung kann aber durchaus Nebenwirkungen hervorrufen. Wie bei jeder kosmetischen Maßnahme gilt auch beim Baby Botox: Der Gang zum Beautydoc ist keine Schande, sollte aber gut überlegt werden.

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