
Eingewachsene Haare – Entstehung, Vorbeugung und Behandlung
Eingewachsene Haare entstehen meist im Zusammenhang mit der Rasur, dem Epilieren oder dem Waxing. Abgesehen davon, dass sie unschön aussehen, können sie auch schmerzhaft sein und sich im schlimmsten Fall sogar entzünden. Dann stellt sich oft die Frage: Was kann ich jetzt tun? Hier erfährst du, was die Ursachen für eingewachsene Haare sind, wie du ihnen vorbeugen kannst und was du machen solltest, wenn sie doch einmal entstanden sind.
22. Mai 2026
Inhaltsverzeichnis
Die Entstehung von eingewachsenen Haaren
Die häufigste Ursache für eingewachsene Haare ist die Haarentfernung. Beim Rasieren, Epilieren oder Waxing werden die Haare an der Hautoberfläche gekürzt oder herausgezogen, wodurch sie beim Nachwachsen ihre natürliche Wuchsrichtung verlieren können. Statt problemlos aus dem Haarfollikel herauszuwachsen, biegen sich einzelne Haare unter der Haut ab oder wachsen wieder in sie hinein, wodurch sie eingeschlossen bleiben.
Zusätzlich können abgestorbene Hautzellen die Öffnung der Haarfollikel verstopfen und dem nachwachsenden Haar den natürlichen Weg an die Hautoberfläche versperren. Statt ungehindert herauszuwachsen, bleibt das Haar auch hier unter der Haut eingeschlossen oder wächst seitlich weiter. Besonders begünstigt wird dies durch trockene oder verdickte Haut, da sie weniger elastisch ist und den Haaren mehr Widerstand entgegensetzt.
Auch der Haartyp spielt eine wichtige Rolle: Dicke, feste oder stark gelockte Haare neigen stärker dazu, sich unter der Haut zu krümmen und wieder in diese hineinzuwachsen. Vor allem bei lockigem Haar kann sich die Haarspitze nach der Rasur bogenförmig zurück in den Follikel oder die umliegende Haut bewegen.
Nicht zuletzt kann mechanische Reibung, etwa durch enge Kleidung nach der Haarentfernung, dazu führen, dass frisch nachwachsende Haare abknicken. Der zusätzliche Druck auf die Haut begünstigt, dass sie ihre natürliche Wuchsrichtung verlieren und unter der Haut weiterwachsen, anstatt ungehindert nach außen zu treten.
Das Erscheinungsbild von eingewachsenen Haaren
Eingewachsene Haare zeigen sich meist als kleine, gerötete Erhebungen auf der Haut, die oft einem Pickel ähneln. In manchen Fällen ist unter der Haut ein dunkler Punkt oder sogar das gekrümmte Haar selbst zu erkennen. Betroffene Stellen können jucken, spannen oder schmerzempfindlich sein und sich bei Entzündung weiter röten oder mit Eiter füllen. Besonders häufig treten eingewachsene Haare an Körperstellen auf, die regelmäßig rasiert oder enthaart werden, wie Beine, Achseln, Bikinizone oder Gesicht.
Wichtig
Bei starken Schmerzen, zunehmender Rötung, Eiterbildung oder wiederkehrenden eingewachsenen Haaren sollte eine Dermatolog:in aufgesucht werden. Auch wenn sich die Stelle entzündet oder nicht von selbst abheilt, ist eine fachärztliche Abklärung sinnvoll.
Was tun bei eingewachsenen Haaren?
Eingewachsene Haare sind meist harmlos und klingen häufig von selbst ab. Mit der richtigen Pflege und etwas Geduld kannst du den Heilungsprozess unterstützen und Entzündungen vermeiden. Wichtig ist vor allem, behutsam vorzugehen und die Haut nicht zusätzlich zu reizen.
Das kannst du tun
- Haut aufweichen: Lege eine warme, feuchte Kompresse oder einen Waschlappen für einige Minuten auf die betroffene Stelle, um Haut und Haar geschmeidiger zu machen.
- Sanft peelen: Entferne abgestorbene Hautzellen vorsichtig mit einem milden mechanischen oder chemischen Peeling, damit das Haar wieder an die Oberfläche gelangen kann.
- Nicht drücken oder kratzen: Vermeide es, an der Stelle zu reiben oder das Haar auszudrücken, da dies Entzündungen und Narben begünstigt.
- Hygienisch vorgehen: Ist das Haar bereits sichtbar, kann es mit sauberen Händen und einer desinfizierten Pinzette vorsichtig freigelegt werden.
- Beruhigende Pflege: Entzündungshemmende Cremes, z. B. mit Zink oder Salicylsäure, können Rötungen lindern und die Haut beruhigen.
Körperpeelings
Körperpeelings
So beugst du eingewachsenen Haaren vor
Damit es gar nicht erst zu eingewachsenen Haaren kommt, spielt vor allem die richtige Routine rund um Haarentfernung und Hautpflege eine entscheidende Rolle. Gut vorbereitete, gepflegte Haut bietet nachwachsenden Haaren weniger Widerstand und senkt das Risiko, dass sie unter der Haut stecken bleiben.
- Achte bei der Haarentfernung darauf, scharfe und saubere Klingen zu verwenden und nicht mit zu viel Druck zu rasieren. Idealerweise erfolgt die Rasur in Wuchsrichtung, um Hautirritationen und abgeknickte Haare zu vermeiden.
- Ebenso wichtig ist die Vorbereitung: Weiche Haut und Haare vor der Rasur mit warmem Wasser auf und nutze geeignete Rasurprodukte, damit die Haare möglichst glatt gekürzt werden.
- Auch die Pflege nach der Haarentfernung ist entscheidend. Feuchtigkeitsspendende, möglichst reizfreie Produkte halten die Haut geschmeidig und unterstützen ihre Regeneration.
- Zusätzlich hilft es, dauerhaft auf sehr enge Kleidung zu verzichten, da Reibung und Druck das Nachwachsen der Haare negativ beeinflussen können.
Mit dieser Kombination aus schonender Haarentfernung, guter Pflege und etwas Aufmerksamkeit lässt sich das Risiko für eingewachsene Haare deutlich reduzieren.
FAQ: Eingewachsene Haare
Fazit
Eingewachsene Haare sind ein häufiges, meist harmloses Hautproblem, das vor allem im Zusammenhang mit der Haarentfernung entsteht. Sie können zwar unangenehm oder schmerzhaft sein, lassen sich mit der richtigen Pflege jedoch gut behandeln und oft sogar vermeiden. Ein regelmäßiges, mildes Peeling, ausreichend Feuchtigkeit und schonende Rasurtechniken helfen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und nachwachsenden Haaren den Weg nach außen zu erleichtern. Treten eingewachsene Haare dennoch auf, unterstützen einfache Maßnahmen wie warme Kompressen, beruhigende Pflege und hygienisches Vorgehen die Abheilung. Wichtig ist, Geduld zu bewahren und auf aggressives Drücken oder Kratzen zu verzichten, um Entzündungen und Narben zu vermeiden. Bei wiederkehrenden oder stark entzündeten Stellen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.






















