Laylati Damendüfte von XerJoff Casamorati 1888

XerJoff Casamorati 1888 - Laylati

Bei dem ungewöhnlichen Duft Laylati gibt schon der Name Rätsel auf - bzw. die Namen, im arabischen Sprachraum ist das Parfum nämlich unter dem Namen Afgano Puro im Handel. Die Entstehungsgeschichte ist nicht weniger kompliziert: Laylati ist einer der letzten Damendüfte aus der Velvet-Serie von XerJoff Casamorati 1888. Deren Name ist ein Verweis auf die Samt-Umhüllung der kostbaren Flakons, aber auch ein Hinweis auf die legendäre, längst in XerJoff Casamorati 1888 aufgegangene Sospiro-Serie. In dieser Duft-Linie wollten einige der XerJoff-Designer Musik in Düften ausdrücken und nebenbei auch noch gleich Orient und Okzident vereinen - was ihnen in den Parfums dieser Linie in oft sehr überraschender, eleganter Perfektion auch gelungen ist. Ein Hauch von Orient ist in der meisterhaft differenzierten Duft-Komposition ganz sicher zu finden, die Detailbetrachtung hat aber noch Einiges mehr zu bieten:

Laylati - Tausendundeine Nacht lässt grüßen

Laylati ist einer der seltenen Damendüfte mit grüner Kopfnote, in der Kräuter eine vielschichtig duftende Rolle spielen. Schnell steigt das Herz auf, mit sanft rauchiger Zeder und einem ungewöhnlich facettenreichen Touch des sonst so schweren Patschuli. Diese dunkle, leicht animalische und etwas harzige Komposition wird nun in der Basis zunächst durch gut gelaunte Vanille aufgelockert. Dann kommen Tabak und Moschus ins Spiel, um viel Kraft und einen interessanten Schuss Mysterium beizusteuern. Ein Duft der Nacht (so auch die Bedeutung des Namens), ein verführerisches Geheimnis, das sich in einer lang überdauernden, eleganten und vollmundigen Sillage voller Raffinesse und Sinnlichkeit offenbart. Ob dieses extravagante Parfum die Damendüfte um eine aufregende Neuheit bereichert oder doch zu den Unisexdüften zu zählen ist, ist übrigens vollkommen unklar - was nichts anderes heißt, als dass der Duft beide Geschlechter anzieht.