Wussten Sie schon?

Beliebte Make Up-Produkte – und wie man sie richtig anwendet!

Die Freundin geht nicht ohne Lidstrich aus dem Haus. Man selbst traut sich nur unter Menschen, wenn man Mascara aufgelegt hat. Es gibt beliebte Make Up-Produkte, die in jedem Beautyschränkchen zu finden sind, beziehungsweise in den Handtaschen der Damenwelt. Ohne diese Make Up Top-Produkte fühlt man sich einfach nackt.

Die Bedeutung der Kosmetik – historisch betrachtet

Der Begriff „Kosmetik“ stammt aus dem Altgriechischen und wird mit „Schmücken“ übersetzt. Es gilt also damals wie heute: Make Up dient der optischen Verbesserung der Schönheit, beziehungsweise der Erhaltung selbiger. Die Ursprünge kosmetischer Anwendungen lassen sich auf prähistorische Zeiten zurückverfolgen. Funde aus dem spanischen Alicante belegen, dass sich Frauen bereits zu sehr frühen Zeiten die Gesichter bemalten. Eine hohe Bedeutung hatte Kosmetik im alten Ägypten. Die Ägypter legten großen Wert auf Hygiene, Körperpflege und Schönheit. Man benutzte Öle und Fette, hatte Spiegel und Kämme, entfernte störende Härchen und schminkte Wangen und Lippen. Bekannt sind die Ägypter allerdings für ihre eindrucksvoll geschminkten Augen, die sie mit schwarzer Schminke betonten. Sie verschönerte allerdings nicht nur, sondern schützte die Augen gleichzeitig vor Krankheiten. Eine weitere wichtige Epoche für Kosmetik war die Renaissance, als sich Adelige, wie das französische Königspaar Ludwig XVI und Marie Antoinette, mit opulenten Perücken, viel Puder und Parfüm schmückten, wenngleich diese kosmetischen Produkte lediglich dazu dienten, Gerüche und fehlende Hygiene zu überdecken.

Kosmetikprodukte in der heutigen Zeit

Heute dienen beliebte Make Up-Produkte, wie Lidschatten, Mascara und Co., weniger dazu, Krankheiten zu unterbinden oder mangelnde Körperpflege zu verdecken. Vielmehr versucht man Ungleichmäßigkeiten im Hautbild auszubessern und die attraktiven Gesichtsmerkmale zu unterstreichen. Seit 1976 besteht im europäischen Raum eine einheitliche Gesetzgebung, die die Herstellung und Produktanforderungen für Make Up regelt. Grundsätzlich beliebte Make Up- Produkte sind heutzutage ohne Tierversuche hergestellt und/oder bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen. Insbesondere der Markt für Naturkosmetik ist in den vergangenen Jahren rasant angewachsen.

Das sind die Make Up Top-Produkte!

Unabhängig von Trends hinsichtlich der Betonung von Augen oder Farbe des Lippenstifts, gibt es beliebte Make Up-Produkte, die nahezu jede Frau verwendet. Dies sind die aktuellen Make Up Top-Produkte und die passenden Anwendungstipps:

Mascara

Ungeschlagen auf Platz 1 der Make Up Top-Produkte steht Mascara. Mit einer feinen Bürste sind die Augen in wenigen Sekunden betont. Vor allem bei recht hellen Wimpern, ist die Mascara ein unschlagbares Kosmetikprodukt, um Augen und Gesicht schnell Ausdruck zu verleihen. Neben der Färbung der Wimpern sorgt Mascara gleichzeitig dafür, dass sie optisch länger und dichter wirken. Die erste Mascara wurde von Eugène Rimmel im 19. Jahrhundert entwickelt. Damals musste man noch einen schwarzen Block mit einer feuchten Bürste anreiben. Das Kosmetikprodukt war derart beliebt, dass sich der Ausdruck „Rimmel“ synonym zur Mascara etablierte. Die erste Wimperntusche, ähnlich zur heutigen, wurde 1913 von T.L. Williams entwickelt – für seine Schwester Maybel, die Namensgeberin der späteren Make Up-Marke Maybelline.

Volle Wimpern tuschen

Für den perfekten Augenaufschlag sollte man die Mascara zunächst an den Innenseiten des Lidkranzes ansetzen und die kleinen, dünnen Härchen tuschen. Anschließend geht man vom äußeren Ende des Auges hin zur Mitte, wo die Wimpern am längsten sind und getuscht am intensivsten wirken. Wichtig beim Auftragen der Mascara ist, dass alle Wimpern getuscht werden. Dazu setzt man die Wimpernbürste möglichst weit unten an und tuscht die Wimpern nach oben hin.

Lippenstift

Neben den Augen betonen viele Frauen vor allem ihre Lippen. Dadurch lenkt man nicht nur die Aufmerksamkeit auf volle Lippen, sondern kann diese mit der richtigen Technik und Farbe optisch vergrößern. Zwar wurde der erste Lippenstift, wie man in heute kennt, erst um 1910 entwickelt, doch schon 3.500 Jahre vor Christus betonten Frauen ihren Mund. Ein Klassiker in diesem Kosmetikbereich ist der rote Lippenstift, der erstmals durch die französische Schauspielerin Sarah Bernhardt für Aufsehen sorgte. Um 2001 machte der Lippenstift sogar seinen Weg in die Wirtschaft, als Leonard Lauder, Vorstandsvorsitzender des Kosmetikkonzerns Estée Lauder, den Begriff „Lippenstift-Index“ als Indikator für wirtschaftliche Krisenzeiten prägte.

Lippenstift perfekt auftragen

Den Lippenstift so aufzutragen, dass ein voller Schmollmund für Aufmerksamkeit sorgt, gilt gemeinhin als wahre Kunst. Vor dem Auftragen sollte man die Lippen durch ein Zuckerpeeling von rissiger Haut befreien und somit für eine glatte Oberfläche sorgen, auf der der Lippenstift besser haften kann. Anschließend sollten die Lippen mit einem hellen Concealer umrandet werden. Das sorgt für einen natürlich Look, der die Lippen gleichzeitig in einen schönen Kontrast zum übrigen Gesicht setzt. Nun sorgt ein Konturenstift für den perfekten Rahmen. Der Stift kann in derselben Farbe des Lippenstifts sein oder einen Naturton haben. Für volle Lippen sollte die Kontur am Außenrand der Lippen gesetzt werden. Nun füllt man zunächst mit dem Konturenstift die Lippen aus, später wird der Lippenstift aufgetragen. Wer ganz präzise vorgehen möchte, kann hierzu einen feinen Pinsel verwenden. Damit überschüssiger Lippenstift später nicht verschmiert oder auf den Zähnen klebt, gibt es zwei Tricks: Zuerst zieht man den Zeigefinger durch die geschlossenen Lippen, um Lippenstift von den Innenseiten zu entfernen. Danach legt man sich eine Schicht Toilettenpapier sanft zwischen die Lippen und rollte sie einmal hinüber.

Flüssige Foundation und Puder

Um das Augenmerk auf eine bestimme Partie des Gesichtes zu lenken, sind Mascara und Lippenstift unschlagbare Mittel. Für ein gleichmäßiges Hautbild sorgen sie allerdings nicht. Das ist lediglich mit Foundation und Puder möglich. Flüssige Foundation, natürlich im passenden Ton, sorgt für eine perfekte Grundlage, denn es werden nicht nur Rötungen überdeckt, sondern auch Unreinheiten oder Unebenmäßigkeiten im Hautbild ausgebessert. Flüssige Foundation dient daher nicht unbedingt dazu, der Gesichtshaut einen anderen Ton zu verleihen, sondern ein gleichmäßiges Hautbild zu erzeugen. Puder „festigt“ anschließend die flüssige Foundation und sorgt dafür, dass der leichte Glanz von der Gesichtshaut verschwindet. Mit Puder lässt sich also ein frischer Teint erzeugen.

Grundieren – ausbessern – pudern

Damit dies gelingt, gilt es beim Auftragen der Foundation und des Puders einiges zu beachten. Bevor die Grundierung aufgetragen wird, sollte das Gesicht mit der normalen Tagespflege eingecremt werden. Dadurch ist die Haut weniger rau und das Make Up lässt sich gleichmäßiger verteilen. Wenn die Creme getrocknet ist, kann die Foundation aufgetragen werden. Dabei gilt: Flüssige Foundation deckt weniger gut, wirkt allerdings natürlicher. Sie eignet sich für Frauen mit trockener Haut, da sie Feuchtigkeit enthält. Mit Kompakt-Foundation lassen sich Unreinheiten und Rötungen gut verdecken, sie empfiehlt sich daher für Frauen mit leichten Pickelchen. Gleichzeitig ist die kompakte Foundation trocken, so dass sie bei fettiger Haut den Glanz wegnimmt. Beim Auftragen der Foundation sollte man ein Schwämmchen oder alternativ die sauberen Finger verwenden und die Grundierung von der Stirn über die Wangen zum Kinn auftragen. Das Make Up sollte am Hals, ebenso wie am Haaransatz leicht ausgestrichen werden, damit unschöne Ränder vermieden werden. Überflüssige Foundation nicht im Gesicht verteilen, sondern mit einem Kosmetiktuch abtragen. Zwischen Foundation und Puder werden Unreinheiten und Augenringe abgedeckt – entweder mit Abdeckstift oder Concealer. Im Übrigen: Ein grüner Abdeckstift deckt Rötungen besser ab als ein hautfarbener. Der Concealer wird am besten mit den Fingern bis unter den unteren Wimpernkranz verteilt. Das Puder wird nun mit einem großen Pinsel mit weichen Borsten von der Stirn hinunter zum Kinn aufgetragen (Wuchsrichtung der Härchen). Bei der Wahl des Puders ist zu beachten: Kompaktpuder ist einfach in der Anwendung, loser Puder sorgt für unsichtbare Ergebnisse, legt sich allerdings auch in kleine Fältchen und betont diese dadurch.