Oliban Orientals von Keiko Mecheri

Oliban von Keiko Mecheri - Orientals kann auch herb und schwer



Eigentlich müsste Oliban von Keiko Mecheri, korrekt der Parfümlinie Orientals zugeordnet, ein Duft für Herren sein. Denn er wirkt herb und bisweilen bitter, etwas schwer, wenig süß. In der Kopfnote dominiert Tonkabohne, die Herznote entwickelt sich über Weihrauch zu Tabak und klingt in einer Basis von Atlas-Zedernholz und Rosenholz aus. Das ist kein typischer Damenduft, und ihm fehlt jede Frische. Trotzdem ist Oliban nicht eintönig und durchaus feminin. Die Parfümeurin hat die einzelnen Komponenten des Dufts geschickt gesetzt, so dass sich ein komplexes Zusammenspiel ergibt. Und so wirkt der Duft auch gar nicht so schwer und herb, sondern beruhigend. Er weckt Assoziationen von zu Hause, kann an Ledersessel, Kaminfeuer und eine warme Decke denken lassen. Oder alternativ an sonnendurchglühte Holzterrassen, mit Räucherwerk vor den lästigen Insekten geschützt ...

Düfte von Keiko Mecheri sind mehr als nur Parfüm

Wenn die Japanerin Keiko Mecheri einen Duft entwickelt, dann ist das für sie Handwerk. Sie kommt ursprünglich aus dem künstlerisch-kulturellen Bereich, hat sich aber schon in den 1990er Jahren an die Entwicklung und den Verkauf von parfümierten Pflegeprodukten gewagt. Die Parfüms kamen dann 1997 als eigene Marke hinzu. Oliban zeugt davon, wie ernst sie es mit dem Handwerk nimmt. Sie holt sich ihre Anregungen aus Kunst und Kultur, aus aller Welt. Wenn sie der Parfümlinie Orientals einen neuen Duft verleiht, hat der auch wirklich ein orientalisches Aroma. Dufterlebnisse, die mit Gefühlen, Erinnerungen und Bildern spielen, sind ihre Spezialität.